13.08.09 10:45

Anerkennung: Ehrenamt zahlt sich aus

 

Großes Lob und viel Applaus für Erfurter Wohltäter - Einführung der Thüringer Ehrenamtscard (TLZ)

Altstadt (tlz) So festlich hätte sich Thüringens Sozialministerin Christine Lieberknecht die Einführung der Thüringer Ehrenamtscard nicht erträumt: "Bis jetzt wurde die Auszeichnung in keiner Kommune so feierlich eingeweiht wie hier in Erfurt" strahlt sie hinter dem hohen Festsaalpult hervor. Mit ihr im Rathaussaal oder "Erfurts guter Stube" - so scherzt sie - zahlreiche Geschäftsführer namhafter lokaler Unternehmen, ausgewählte Vertreter des Stadtrates und Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein. Schon lange sei eine besondere Auszeichnung für alle Erfurter Ehrenamtler nötig gewesen, so meint er. Keine Urkunde, die man sich ins Wohnzimmer hänge also, eher etwas Nutzbringendes. Die Ehrenamtscard ist genau eine solche Würdigung. "Mit ihr bekommt der Träger Vergünstigungen im Kino, Schwimmbad, Einkaufszentrum oder im Theater", verspricht der OB. Dank seiner Ehrenamtsbeauftragten Gudula Hartmann unterstützen auch in Erfurt16 Unternehmen diese finanziellen Vorzüge. Bewährt habe sich das System immerhin schon in elf anderen Thüringer Landkreisen und kreisfreien Städten. Laut Ministerin Lieberknecht kann so nicht nur gedankt, sondern auch zu neuem ehrenamtlichen Engagement motiviert werden. Zwar sei schon jeder dritte Bürger im Freistaat ehrenamtlich aktiv - eine Vielzahl auch in nahezu 2000 Vereinen der Landeshauptstadt - dennoch wären auch hier die Grenzen nach oben weit offen. Gebührend geehrt werden aber erst einmal jene, die "unser Gemeinwesen lebens- und liebenswert gestaltet haben" bringt es Bausewein auf den Punkt. So sollen innerhalb von zwei Jahren 100 engagierte Bürgerinnen und Bürger mit der Ehrenamtscard ausgezeichnet werden. Die ersten werden zur jährlichen Ehrenamtsfeier am 14. November vergeben. Von da an kann es auch jeder sehen, das große "Danke", das in Scheckkarten-Größe aus dem Portemonnaie blitzt.
Von Theresa Dunkel